Kosten
Gibt es einen kostenlosen
KI-Telefonassistenten?
Die ehrliche Antwort, warum sie so ausfällt, und was Sie stattdessen kostenlos bekommen. Mit den Testbedingungen der Anbieter im Vergleich, Stand Oktober 2026.
Kurz gesagt: Einen dauerhaft kostenlosen KI-Telefonassistenten für den betrieblichen Einsatz gibt es bei keinem der hier verglichenen Anbieter, und das hat einen technischen Grund: Jede Gesprächsminute kostet den Anbieter selbst Geld.
Kostenlos zu haben ist die Testphase. VITAS nennt 30 Tage mit 500 Konversationen ohne Zahlungsdaten, Meiti 14 Tage ebenfalls ohne Zahlungsdaten. Fonio bietet stattdessen eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie; dort zahlen Sie zuerst.
Wer trotzdem auf null kommen will, landet beim Selbstbau. Der ist möglich, aber nicht kostenlos, sondern verschiebt die Kosten von der Rechnung in die eigene Arbeitszeit.
Direkt zur Vergleichstabelle: Preise, Funktionen und DSGVO-Nachweise
Warum es kein dauerhaft kostenloses Angebot gibt
Bei gewöhnlicher Software kostet ein zusätzlicher Nutzer den Anbieter fast nichts. Deshalb gibt es dort Gratisversionen. Bei einem KI-Telefonassistenten ist das anders: Jedes einzelne Gespräch verursacht beim Anbieter laufende Kosten, und zwar an vier Stellen gleichzeitig.
- Die Telefonverbindung selbst. Ein Netzbetreiber stellt die Leitung bereit und rechnet je Minute ab.
- Die Spracherkennung. Das Umwandeln von Sprache in Text läuft bei mehreren Anbietern über zugekaufte Dienste, die je verarbeiteter Minute abrechnen.
- Das Sprachmodell. Jede Antwort kostet Rechenzeit.
- Die Sprachausgabe. Auch das Erzeugen der Stimme wird je Zeichen oder je Minute berechnet.
Ein Anbieter, der Ihnen dauerhaft kostenlose Gesprächsminuten schenkt, zahlt also bei jedem Anruf drauf. Dass es keine Gratisversion gibt, ist deshalb kein Geiz, sondern Rechnerei. Wo doch mit „kostenlos“ geworben wird, lohnt der Blick auf das Kleingedruckte: Gemeint ist fast immer eine Testphase, ein sehr kleines Freikontingent oder ein Angebot, das nur die Software abdeckt und die Telefonie separat berechnet.
Was Sie tatsächlich kostenlos bekommen
Die Testbedingungen unterscheiden sich deutlich, und der Unterschied ist größer als er aussieht.
| Anbieter | Was es gibt | Dauer | Zahlungsdaten nötig? |
|---|---|---|---|
| Fonio | Geld-zurück-Garantie | 30 Tage | ja, Sie zahlen zuerst |
| goai | keine Angabe, Erstkontakt per Telefon oder Demo | k. A. | k. A. |
| Meiti | kostenlose Testphase | 14 Tage | nein |
| VITAS | kostenlose Testphase, 500 Konversationen | 30 Tage | nein |
Sortiert alphabetisch nach Anbietername, wie in unserer Vergleichstabelle. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge und hängt nicht von der Höhe unserer Provision ab.
Eine kostenlose Testphase und eine Geld-zurück-Garantie sind nicht dasselbe. Bei der Testphase geben Sie nichts aus. Bei der Geld-zurück-Garantie zahlen Sie den vollen Monatspreis und müssen ihn aktiv zurückfordern. Beides ist zulässig, aber es sind unterschiedliche Zusagen, und in Werbetexten werden sie gern gleich benannt.
Achten Sie darauf, was nach der Testphase passiert. Bei Meiti geht die Testphase laut Nutzungsbedingungen automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über, wenn nicht bis zu ihrem Ablauf gekündigt wird. Ein Kalendereintrag drei Tage vor Ende kostet nichts.
Die Kosten, die in keiner Preisliste stehen
Der Monatspreis ist nicht der Gesamtpreis. Drei Posten kommen regelmäßig dazu, und keiner davon steht groß auf der Preisseite.
- Das Volumen über dem Inklusivkontingent. Wer mehr Anrufe hat als gebucht, zahlt nach. Was die zusätzliche Einheit kostet, ist der wichtigste Preis überhaupt und steht in der Vergleichstabelle.
- Die Rufnummer, falls Sie eine beim Anbieter buchen statt Ihre eigene weiterzuleiten. Die Weiterleitung ist meist die günstigere und beim späteren Wechsel die sicherere Variante.
- Ihre eigene Arbeitszeit für die Einrichtung. Das Aufschreiben der häufigen Fragen, Zuständigkeiten und Abläufe ist der eigentliche Aufwand. Er fällt einmal an und lässt sich nicht umgehen, auch nicht durch ein teureres Paket.
Rechnen Sie deshalb nicht mit dem Grundpreis, sondern mit Ihrem eigenen Anrufvolumen. Was verpasste Anrufe Sie heute kosten, können Sie im ROI-Rechner gegenrechnen.
Und der Selbstbau?
Ein KI-Telefonassistent lässt sich aus frei verfügbaren Bausteinen selbst zusammensetzen. Kostenlos wird er dadurch nicht, er verschiebt die Kosten nur.
Nötig sind mindestens: ein Anschluss bei einem Netzbetreiber, der je Minute abrechnet, ein Dienst für Spracherkennung, ein Sprachmodell, ein Dienst für Sprachausgabe, ein Server, der rund um die Uhr läuft, und jemand, der das Ganze betreut. Die Rechenkosten fallen weiterhin an, nur eben bei Ihnen statt beim Anbieter.
Dazu kommt die Verantwortung. Wer selbst betreibt, ist auch selbst dafür zuständig, dass die Verarbeitung datenschutzkonform läuft, dass die Auftragsverarbeitungsverträge mit den eingesetzten Diensten stehen und dass um drei Uhr nachts jemand erreichbar ist, wenn das Praxistelefon ins Leere läuft. Für einen Betrieb, dessen Geschäft nicht die IT ist, rechnet sich das selten.
Wirtschaftlich sinnvoll ist der Eigenbetrieb dort, wo er aus anderen Gründen verlangt wird: wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen. Dafür gibt es fertige Angebote. goai etwa bietet neben der EU-Cloud einen dedizierten Betrieb im Partner-Rechenzentrum sowie vollständigen Betrieb auf eigener Hardware an, kalkuliert aber je Projekt und veröffentlicht keine Listenpreise.
Wie Sie eine kostenlose Testphase nicht verschwenden
Die Testphase ist das Einzige, was wirklich kostenlos ist. Sie ist damit auch die einzige Gelegenheit, ein System vor dem Geldausgeben zu beurteilen.
- Testen Sie mit echten Anliegen, nicht mit der Frage nach den Öffnungszeiten. Die beantwortet jedes System.
- Rufen Sie mit Nebengeräuschen an und lassen Sie jemanden mit Dialekt anrufen, wenn Ihre Kundschaft so spricht.
- Stellen Sie ein Anliegen, das nicht vorgesehen ist. Ein gutes System übergibt dann an einen Menschen, ein schlechtes rät weiter.
- Pflegen Sie die Wissensbasis schon in der Testphase mit echten Inhalten. Ein Test mit Beispieldaten sagt wenig über den späteren Betrieb.
- Setzen Sie sich eine Erinnerung drei Tage vor Ablauf.
Das vollständige Vorgehen von der Bedarfsmessung bis zum Vertrag steht im Artikel So finden Sie den richtigen KI-Telefonassistenten.
Häufige Fragen
Gibt es einen kostenlosen KI-Telefonassistenten?
Nicht dauerhaft, jedenfalls bei keinem der hier verglichenen Anbieter. Der Grund ist technischer Natur: Jede Gesprächsminute verursacht beim Anbieter laufende Kosten für die Telefonverbindung, die Spracherkennung, das Sprachmodell und die Sprachausgabe. Kostenlos ist die Testphase. VITAS nennt 30 Tage mit 500 Konversationen ohne Zahlungsdaten, Meiti 14 Tage ebenfalls ohne Zahlungsdaten. Fonio bietet stattdessen eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.
Was ist der Unterschied zwischen einer Testphase und einer Geld-zurück-Garantie?
Bei einer kostenlosen Testphase geben Sie nichts aus. Bei einer Geld-zurück-Garantie zahlen Sie den vollen Preis und müssen ihn innerhalb der Frist aktiv zurückfordern. Beide werden in Werbetexten gern gleich benannt, sind aber unterschiedliche Zusagen. Fonio bietet eine Geld-zurück-Garantie, keine kostenlose Testphase.
Welche Kosten kommen zum Monatspreis dazu?
Drei Posten, die selten groß auf der Preisseite stehen: das Volumen über dem Inklusivkontingent, das je zusätzlicher Einheit berechnet wird; eine beim Anbieter gebuchte Rufnummer, falls Sie nicht Ihre eigene weiterleiten; und Ihre eigene Arbeitszeit für das Aufschreiben der Wissensbasis. Der letzte Posten fällt einmal an und lässt sich durch kein teureres Paket umgehen.
Kann ich einen KI-Telefonassistenten selbst bauen?
Technisch ja, kostenlos wird er dadurch aber nicht. Nötig sind ein Anschluss bei einem Netzbetreiber, Dienste für Spracherkennung und Sprachausgabe, ein Sprachmodell, ein dauerhaft laufender Server und jemand, der das betreut. Die Rechenkosten entstehen weiterhin, nur bei Ihnen statt beim Anbieter. Dazu kommt die Verantwortung für Datenschutz und Erreichbarkeit. Für Betriebe, deren Geschäft nicht die IT ist, rechnet sich das selten.
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Quellen
Testbedingungen, Preise und Pakete: offizielle Anbieterseiten von Fonio, Meiti und VITAS, vollständig erhoben am 8. Oktober 2026. Die automatische Verlängerung der Testphase bei Meiti steht in dessen Nutzungsbedingungen, veröffentlicht am 10.09.2026, § 2 Absatz 5; abgerufen am 11. September 2026. Die Angaben zu goai stammen von der Anbieterseite, ebenfalls Oktober 2026. Die Aussage, dass es dauerhaft kostenlose Angebote nicht gibt, bezieht sich auf die auf top3-ki.de verglichenen Anbieter und nicht auf den gesamten Markt. Alle Preise netto und ohne Gewähr. Maßgeblich ist die jeweils gültige Preisliste des Anbieters. Keine Rechts- oder Steuerberatung.
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Anbietervergleich
Was die Anbieter wirklich kosten
Grundpreise, Inklusivvolumen und vor allem der Preis je zusätzlicher Einheit in einer Tabelle. Wir sprechen keine Rangfolge aus. Sie entscheiden anhand Ihrer eigenen Zahlen.
Zur VergleichstabelleStand Oktober 2026, ohne Rangfolge und ohne Gewähr. Mit eigenen Zahlen rechnen: ROI-Rechner